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Frankfurts kleinste Bücherei
Offener Bücherschrank am Merianplatz
Ffm, 17.12.2009; Wer hat sich nicht schon einmal beim Kauf eines Buches im Inhalt getäuscht oder eines geschenkt bekommen, mit dem er nun gar nichts anfangen kann?

Jetzt gibt es die Möglichkeit, solchen ungeliebten Ballast zu „entsorgen“. Im Frankfurter Nordend steht seit einiger Zeit Frankfurts kleinste Bücherei. Was soll man sich darunter vorstellen? Einfach mal im Vorbeigehen ein Buch mitnehmen? Sich bedienen und auf Sitzmöbeln gleich losschmökern? Selber zum Auffüllen des Bestandes beitragen? Alles das ist möglich.

 Auf dem Merianplatz befindet sich ein offener Bücherschrank. In die Glasvitrine passen etwa 200 Bücher und sie ist in ihren vier Etagen bereits gut bestückt. Ohne Bürokratie kann man sich bei dieser Tauschbörse an 365 Tagen im Jahr kostenlos bedienen bzw. eigene überflüssige Bücher einstellen, und das jederzeit. Paten kümmern sich um die Sicherheit und Pflege des Bücherschranks.

Die Einrichtung dieser kleinsten Bücherei Frankfurts ist Teil des bundesweiten Modellprojekts „Vernetzte Spiel- und Begegnungsräume“, das Stadtteile aufwerten soll. In Frankfurt ist das Nordend der erste „Versuchsstadtteil“. Sollte der Bücherschrank von den Bürgern angenommen werden und kein Vandalismus das Projekt torpedieren, kann laut Aussagen des Frankfurter Verkehrsdezernenten Lutz Sikorski das Vorhaben auf andere Stadtteile ausgedehnt werden

(AK)

Letzte Aktualisierung: Freitag, 18. Dezember 2009

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