Frauen auf dem Arbeitsmarkt
Ffm, 18.01.2012; Der Druck der Arbeitsagentur wächst auch auf Frauen, denn sie gelten als großes Potential

Die Arbeitsagentur in Frankfurt will sich jetzt verstärkt darum bemühen, auch Frauen in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Sie seien ein großes Potential, sagte Andrea Mohr, die Beauftragte für Chancengleichheit, der Arbeitsagentur am 11. Januar auf einer Pressekonferenz in Frankfurt. Die Zahl der beschäftigten Frauen sei im vergangenen Jahr stärker gestiegen als die der Männer. Viele Frauen verkürzten heute ihre Babypause und würden sich, vor allem nach einer Beratung bei der zuständigen Arbeitsagentur, auch auf flexiblere Arbeitszeiten einlassen.
Nach einer Aussage von Claudia Bock, der Beauftragten für Chancengleichheit beim Jobcenter sei es trotzdem nach wie vor schwierig, vor allem Alleinerziehende, von denen etwa 95 Prozent Frauen wären, in eine reguläre Arbeit zu vermitteln, da es zu wenig Teilzeitangebote gäbe.
Im Jobcenter soll jetzt ein Projekt speziell für Mütter zusammengestellt werden, die gute Kenntnisse der deutschen Sprache und einen Schulabschluss besitzen, und nur ein Kind betreuen müssen.
Leider hapert es bei der Vermittlung noch an genügend Betreuungsplätzen, da beispielsweise Schichtarbeit nur schlecht mit Kinderbetreuung vereinbar sei.
Trotzdem versucht die Arbeitsagentur mit Weiterbildungskursen und Zuschüssen zu einer Grundausbildung zum Beispiel zur Pflegehelferin, Frauen auf dem Arbeitsmarkt zu unterstützen, betonte Claudia Czernohorsky-Grüneberg, die Geschäftsführerin des Jobcenters. Eine besondere Bedeutung haben aber nach wie vor die sogenannten Paps, die persönlichen Ansprechpartner im Jobcenter. Sie sollen „gemeinsam mit den Frauen nach ihrer ganz persönlichen Perspektive auf dem Arbeitsmarkt suchen“.
(S.K.)

Letzte Aktualisierung: Donnerstag, 16. Februar 2012